Green Lifestyle

Michael Patrick Kepe
5 min readFeb 25, 2023

ist meine ganz persönliche Basis, auch wenn ich ihn in meinen Blogs und Projekten kritisch hinterfrage. Lustvoll motiviert, aber auch Fehlbar und Inkonsequent purzle ich der Zukunft entgegen. Ahnend wie nötig ein neuer globaler Gesellschaftsvertrag. Ich wurzle in tiefen Werten und wichtigen, teils auch Neuen Paradigmen, welche es notwendig machen jenseits von

Blauäugigkeit

und blindem Enthusiasmus zu agieren. Mein Denken ist freundlich und geht vom Besten aus, ich liebe die Herzlichkeit im Umgang, die fast zu sanfte Fähigkeit zu vergeben, das miteinander zu betonen.

Aber ich erkenne die Anfälligkeit dieses Konzeptes und die Hilflosigkeit im Umgang mit weniger auf Werten basierenden Glaubenswelten. Oder auf Anderen, Grausameren, Ausbeuterischen Konzepten.

Die Natur selbst spiegelt diese Diversität und Gegensätzlichkeit deutlichst wieder und wer sich mit Evolution und universellen Gesetzen befasst sollte und muss Werten eine gewisse Willkürlichkeit, deren einziger Gradmesser ihr evolutionärer Erfolg zu sein scheint zugestehen.

Die persönliche Freiheit seine Werte und Paradigmen selbstbestimmt zu wählen ist allerdings eine neue, kaum wahrgenommene und noch im Ausbau und in der Entwicklung begriffene evolutionäre Funktion.

Unsere Gewohnheiten, kulturell und genetische, sind eine oft undurchschaubare Verquickung von Fremd und Eigenkonzepten, meist Ersterem, diesen ausreichend bewusste emotionale Intelligenz und kybernetische Strategie entgegen zu setzen eine schwierige Aufgabe und oftmals trotz des Erkennens ihrer Notwendigkeit aus Mangel an Disziplin, Geduld oder Weitsicht, aus Hedonismus oder Egozentrik, aus Verwirrung oder Gier abgebrochen bzw. niemals begonnen.

Ich spreche aus den eigenen Erfahrungen dieser Schwächen und Fehleranfälligkeit heraus und bin wahrscheinlich selbst mein bester Beweis, ein flattriges, unstetes Ding, weit von Talent zu Disziplin entfernt, schwach im Umsetzen von als richtig Erkannten, ein Meister der Ausreden.

Und dennoch, kaum gab mir niemand Gelegenheit und war ich mit etwas selbstloserer und intelligenter Hilfe gesegnet, schon entwickelte sich daraus ein freieres und inzwischen ausgebautes Wertsystem, teilweise von einem Tag auf den Anderen verwirklichte ethische Basics, die sich trotz des schwarzen Schattens schlechten Gewissens seit Jahrzehnten der Veränderung widersetzen.

Ich bin durchaus ein Spätstarter, ein Umwegler, der klassische Midlife Change, aber meine Story beweist :

Wenn ich das kann, kann das nahezu jeder.

Es braucht weder überragende Intelligenz,. überdurchschnittliches Aussehen, intensivste Betreuung, Hilfe an jeder Ecke, Verständnis oder soziale Einbettung, alles kann an gewissen Punkten nützlich sein und fließt längst auch in meine eigene Beratungsphantasie ein, wie man sich einem effizienten und individualisierten Coaching nähern könnte.

Aber Green Lifestyle ist wohl der Anfang jeder persönlichen Entwicklung, ich denke man sollte die Gelegenheit diesen zu leben unbedingt wahrnehmen, aus persönlichen wie gesamt gesellschaftlichen Gründen, aus ethischen wie aus der Intelligenz bewusster Entscheidungsfähigkeit heraus.

Es ist kein Entweder Oder, es ist ein zukunftsorientiertes und kybernetisches Handeln aufgrund ethischer und emotionaler Intelligenz. Es ist ein Licht anknipsen, ich bin nicht sicher ob es dazu Diskussion bedarf oder ob eine solche Sinn ergeben könnte.

Entweder versteht man es oder es ist einfach zu wenig Licht vorhanden. Es handelt sich meinerseits nicht eine Art erdbezogene Gaia-Spiritualität, aber es scheint als ob der Planet selbst einfach die Abwehrkräfte zu stärken beginnt, aufgrund des Ganzen seit einigen Jahrtausenden überfordernden Unsinns unserer aus den Fugen geratenen Zivilisation eine Art Selbstheilung vorzunehmen beginnt. Dies kann schnell zu einer leicht religiös anmutenden Entschlossenheit der davon getriggerten Gesellschaftsgruppen führen.

Grün oder Gutmensch wird zu einem süffisant gebrauchten Synonym, die Gegenreaktion ist allerorts im Siegesrausch, es scheint keine Fortschritte zu geben, aber längst ist alles etwas komplexer als auch im Green Lifestyle vermutet. Und Woke ist vielleicht trendy , aber es braucht leider eine etwas aus gewogenere Biosphären Empathie. Zumal alte Scheinheiligkeiten und psychologische Verzerrungen durch Liebe zur Natur nicht von selbst verlustig gehen. Verpackungsfrei sollte nicht dreimal teurer sein als Verpackungsirr. Piketty wer?, ich esse doch eh Blumen!!

Die spüren aber auch Schmerz und was mach ma jetzt?

Und irgendwo in dieser noch zu durchdringenden ethischen Diversität ordnen sich und meine Arbeiten und Aktivitäten als etwas ein, das versucht das Objektiv je nach Bedarf weiter zu stellen, manchmal zu fokussieren, manchmal auch die entfernteren Gedanken und Emotionen auszuleuchten, die sich unweigerlich offenbaren. Und Blitzlichter beim Ausleuchten möglichst smart zu benützen.

Wie soll mit Betrug, mit Gewalt, mit gegensätzlichen Philosophien und Glaubenssystemen, mit anderen Ethiken umgegangen werden, wie weit darf man sich Überlegen fühlen, was für Filterblasen benutzt man selbst.

Was erschafft unsere Realität und wie können wir zu den Gestaltern werden die wir offensichtlich sein könnten?

Viele offene Fragen, aber wenn man aufhört ein offenes System zu sein, egal auf welchem Gebiet oder auf welchem Grad der Bewusstheit, dann hört man auf dem Leben selbst zu folgen.

Man verweigert sich der Entwicklung, und dies ist in veganen, ökologischen Subkulturen genauso häufig wie im Silicon Valley oder an der Wall Street, in progressiven wie totalitären Gesellschaftssystemen.

Leben ist Anpassung und bewusstes Leben ist bewusstes Gestalten dieser Anpassung, beides zusammen ergibt modernes menschliches Sein. Davon ersuche ich zu berichten, zu inspirieren, als kreativer Intelligenzagent.

Ich arbeite diese Zweifel und Hoffnungen, Träume und Widerlichkeiten an und in mir ab, manchmal stellvertretend, oftmals nach Außen projiziert. Aber Green Lifestyle ist eigentlich jene Selbstverständlichkeit welche du voraus setzen kannst. Das ich allerdings ein unbequemer Gast im Ökobubble Auenland bin ist nicht nur wegen der Peitsche für all die Waschanlagen und Lügenbolde dort draußen klar gestellt.

Manchmal spiele ich mit dem Unvollkommenen, aber meine Ambitionen lassen keinen Rückzug in die simple Tinyhouse Hippie Kommune in Permakulturfrieden zu, ich bin eher der Pipelinesprenger mit Mr.Robot und Robin Hood Mindset. Aber es wird dennoch nicht ohne die Verhassten gehen, die Milliarden ohne Verständnis, irgendwie lässt sich all das Notwendige nur noch genauso hinterhältig umsetzen wie die Ursachen sich umgesetzt haben. Steter Tropfen mag Steine höhlen, aber ein , zwei Generationen sind dann doch etwas zu viel Wartezeit.

Und die zärtliche Hoffnung auf Wissen schafft reicht nicht wenn mehr als die Hälfte der Menschheit noch immer von göttlichen wesen phantasiert. Und so mancher Grüner mit.

All das und noch mehr ist mir unaufhörlich präsent, ich empfinde keine Romantik für Insekten und Erdbeben, ich will einfach nur das sich der Planet ein bisschen würdig erweist Mitglied im galaktischen Klub zu werden, wenn es geht inklusive Menschheit. Mein Herz gehört dabei jenen die für all das Nichts können, Kinder, Pflanzen und Tiere.

In Change Now und Enough versuche ich dies auch in praktischen durchdachten Aktivismus münden zu lassen. Aber als Autor, Coach und Journalist ist mir wichtig zu betonen, das es Prämissen meiner Selbstachtung gibt, selbst wenn ich sie vordergründig beiseite lege um etwas Notwendigeres zu erreichen.

Wir sind kosmisch so jung, wir sind kaum von den Bäumen runter, hören wir auf etwas anderes von uns zu denken. Keiner kommt hier lebend raus.

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Michael Patrick Kepe
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